Kommende Ausstellungen in NRW
Die Vorschau
Was wird es in den nächsten Monaten in den Museen und Kunsthallen Nordrhein-Westfalens zu sehen geben? Eine Auswahl der vielversprechendsten, kommenden Ausstellungen in NRW.
Drei Lichtdome auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Ausschnitt. Foto: Guido Rading, Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0.
- Yayoi Kusama
Köln, Museum Ludwig, ab 14. März 2026 - Rebecca Horn
Wuppertal, Skulpturenpark Waldfrieden, ab 14. März 2026 - Carl Grossberg
Wuppertal, Von der Heydt-Museum, ab 22. März 2026 - Anish Kapoor
Duisburg, Lehmbruck Museum, ab 18. April 2026 - Dada
Solingen, Zentrum für verfolgte Künste, ab 7. Mai 2026 - Johan Thorn Prikker
Krefeld, Kaiser Wilhelm Museum, ab 17. Mai 2026 - Manifesta 16
Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum, Manifesta 16 Ruhr, ab 21. Juni 2026
Yayoi Kusama in Köln
Yayoi Kusama, Infinity Mirrored Room — The Hope of the Polka Dots Buried in Infinity Will Eternally Cover the Universe, 2025. Maße variabel, Detail. Courtesy of Ota Fine Arts © YAYOI KUSAMA.
Das Kölner Museum Ludwig zeigt eine, Arbeiten aus über sieben Jahrzehnten umfassende Überblicksschau auf das Werk von Yayoi Kusama (*1929 in Matsumoto). Die japanische Künstlerin ist durch ihre „Polka Dots“ und „Unendlichkeitsräume“ berühmt geworden; sie feiert eine Woche nach Ausstellungseröffnung ihren 97. Geburtstag.
Die Schau war zuvor (bis Ende Januar) in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zu sehen. In Köln werden aber einige raumgreifende Arbeiten gezeigt, die nicht Teil der Ausstellung in Basel waren, so etwa Kusamas frühe Installation Aggregation: One Thousand Boats Show (1963).
Köln, Museum Ludwig, 14. März 2026 bis 2. August 2026
Rebecca Horn in Wuppertal
Der Skulpturenpark Waldfrieden zeigt in seinen drei Ausstellungspavillons und in seiner Villa unter dem Titel „Rebecca Horn – Emotion in Motion“ dreizehn Installationen und kinetische Objekte der 2024 verstorbenen Künstlerin.
Rebecca Horn (1944–2024) zählt sicher zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen der 1970er bis 2000er Jahre. Ihr Werk wurde mit dem Kaiserring der Stadt Goslar (1992), dem Premium Imperiale (2010) und dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis (2017) ausgezeichnet.
Wuppertal, Skulpturenpark Waldfrieden, 14. März 2026 bis 30. August 2026
Carl Grossberg in Wuppertal
Carl Grossberg, Der gelbe Kessel / Maschinensaal, 1933/1925. Quelle: Wikimedia Commons / ebd., Lizenz: PD-Art.
Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum richtet dem Maler der Neuen Sachlichkeit, Carl Grossberg, eine erste Retrospektive seit 30 Jahren ein. Der 1894 in Elberfeld geborene Künstler (†1940) widmete sich in seinem Werk fast ausschließlich Architektur-, Industrie- und Technikdarstellungen.
„Carl Grossberg: Sachlich – magisch – visionär“ ist organisiert in Kooperation mit dem Museum im Kulturspeicher Würzburg, wo die Ausstellung anschließend, ab Ende September, zu sehen sein wird.
Wuppertal, Von der Heydt-Museum, 22. März 2026 bis 30. August 2026
Anish Kapoor in Duisburg
Im Frühjahr und Sommer zeigt das Lehmbruck Museum in Duisburg die umfangreichste Ausstellung mit Werken des Bildhauers Anish Kapoor (*1954 in Mumbai) in Deutschland seit über zehn Jahren.
Kapoor wurde 2025 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet. Die Preisjury würdigte Kapoor „als einen der bedeutendsten und innovativsten Künstler seiner Generation“. Es sei „die Magie der monochromen, symbolgeladenen Farben, spiegelnden Oberflächen und monumentalen Formen, die das Werk Anish Kapoors einzigartig“ mache.
Duisburg, Lehmbruck Museum, 18. April 2026 bis 30. August 2026
Dada in Solingen
Theo van Doesburg / Kurt Schwitters, Kleine Dada Soirée, 1922. Washington, National Gallery of Art, Gift of the Collectors Committee. Ausschnitt. Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0.
Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen nimmt den 110. Geburtstag von DADA (*1916 in Zürich) zum Anlass, an die anarchistische, künstlerische Praxis zwischen den bisherigen Weltkriegen zu erinnern und auf die Aktualität des politischen Engagements von DADA hinzuweisen.
Unter dem Titel „Sperren Sie endlich ihren Kopf auf!“ werden Werke gezeigt u.a. von Hannah Höch, George Grosz, Emmy Hennings, John Heartfield, Sophie Taeuber-Arp und Kurt Schwitters.
Solingen, Zentrum für verfolgte Künste, 7. Mai 2026 bis 13. September 2026
Johan Thorn Prikker in Krefeld
Johan Thorn Prikker, Heuschrecken, 1904. Aquarell und Tusche auf Karton. Kunstmuseen Krefeld, Foto: Dirk Rose .
Die Kunstmuseen Krefeld bestücken aus ihren eigenen – rund 1.000 Arbeiten des Künstlers umfassenden – Sammlungsbeständen eine umfangreiche Präsentation im Kaiser Wilhelm Museum unter dem hübschen Titel: „Schöne Anarchie – Johan Thorn Prikker und seine Zeit“.
Thorn Prikker (*1868 in Den Haag) war mit seinen Werken v.a. der Glasmalerei und seinem Wirken als Lehrer an Kunstgewerbeschulen und Akademien u.a. in Krefeld, Essen, Düsseldorf und zuletzt Köln (†1932 in Köln) eine der prägenden Künstler der Moderne im Rheinland der 1910er und 1920er Jahre.
Krefeld, Kaiser Wilhelm Museum, 17. Mai 2026 bis August 2027
Manifesta 16 in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum
Standorte der Manifesta 16 Ruhr: Gelsenkirchen Thomaskirche © Manifesta 16 Ruhr / Duisburg Kulturkirche Liebfrauen © Daniel Sadrowski / Essen Markuskirche © Daniel Sadrowski / St Anna Bochum © Claudia Dreyssee.
Im Sommer tobt im Ruhrgebiet die europäische „nomadische“ Biennale. Die 16. Auflage der Manifesta bespielt zwölf aufgelassene Kirchen der Vor- und Nachkriegsmoderne in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum.
Die 1996 als Biennale für zeitgenössische Kunst begründete und seitdem alle zwei Jahre an einem anderen Ort ausgetragene Manifesta, versteht sich heute als „interdisziplinäre Plattform des kooperativen schöpferischen Handelns, die künstlerische Kreativität und soziales Engagement für den sozialen, urbanen und kulturellen Wandel in sich vereint“. Zuletzt, 2024, war sie in der Metropolregion Barcelona zu Gast.
Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum, Manifesta 16 Ruhr, 21. Juni 2026 bis 4. Oktober 2026