Kulturraum NRW


Kommende Ausstellungen in NRW

Die Vorschau

Was wird es in den nächsten Monaten in den Museen und Kunst­hallen Nord­rhein-West­falens zu sehen geben? Eine Auswahl der viel­ver­sprechendsten, kom­menden Aus­stel­lungen in NRW.

Drei Lichtdome auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Ausschnitt. Foto: Guido Rading, Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0
Drei Lichtdome auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Ausschnitt. Foto: Guido Rading, Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0.

Yayoi Kusama in Köln

Yayoi Kusama, Infinity Mirrored Room — The Hope of the Polka Dots Buried in Infinity Will Eternally Cover the Universe, 2025. Maße variabel, Detail. Courtesy of Ota Fine Arts © YAYOI KUSAMA
Yayoi Kusama, Infinity Mirrored Room — The Hope of the Polka Dots Buried in Infinity Will Eternally Cover the Universe, 2025. Maße variabel, Detail. Courtesy of Ota Fine Arts © YAYOI KUSAMA.

Das Kölner Museum Ludwig zeigt eine, Arbeiten aus über sieben Jahr­zehnten umfas­sende Überblicks­schau auf das Werk von Yayoi Kusama (*1929 in Matsumoto). Die japa­nische Künst­lerin ist durch ihre „Polka Dots“ und „Unendlichkeits­­räume“ berühmt geworden; sie feiert eine Woche nach Ausstellungs­eröffnung ihren 97. Geburts­tag.

Die Schau war zuvor (bis Ende Januar) in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zu sehen. In Köln werden aber einige raum­greifende Arbeiten gezeigt, die nicht Teil der Aus­stellung in Basel waren, so etwa Kusamas frühe Instal­lation Aggrega­tion: One Thousand Boats Show (1963).

Köln, Museum Ludwig, 14. März 2026 bis 2. August 2026

Rebecca Horn in Wuppertal

Der Skulpturenpark Wald­frieden zeigt in seinen drei Ausstellungs­pavillons und in seiner Villa unter dem Titel „Rebecca Horn – Emotion in Motion“ dreizehn Instal­lationen und kine­tische Objekte der 2024 ver­storbenen Künst­lerin.

Rebecca Horn (1944–2024) zählt sicher zu den bedeutendsten deut­schen Künst­lerinnen der 1970er bis 2000er Jahre. Ihr Werk wurde mit dem Kaiser­ring der Stadt Goslar (1992), dem Premium Imperiale (2010) und dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis (2017) aus­gezeichnet.

Wuppertal, Skulpturenpark Waldfrieden, 14. März 2026 bis 30. August 2026

Carl Grossberg in Wuppertal

Carl Grossberg, Der gelbe Kessel / Maschinensaal, 1933/1925. Quelle: Wikimedia Commons / ebd., Lizenz: PD-Art
Carl Grossberg, Der gelbe Kessel / Maschinensaal, 1933/1925. Quelle: Wikimedia Commons / ebd., Lizenz: PD-Art.

Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum richtet dem Maler der Neuen Sachlich­keit, Carl Gross­berg, eine erste Retro­spektive seit 30 Jahren ein. Der 1894 in Elber­feld geborene Künst­ler (†1940) widmete sich in seinem Werk fast aus­schließ­lich Archi­tektur-, Industrie- und Technik­darstellungen.

„Carl Grossberg: Sachlich – magisch – visionär“ ist organi­siert in Ko­opera­tion mit dem Museum im Kultur­speicher Würz­burg, wo die Ausstel­lung anschließend, ab Ende Septem­ber, zu sehen sein wird.

Wuppertal, Von der Heydt-Museum, 22. März 2026 bis 30. August 2026

Anish Kapoor in Duisburg

Im Frühjahr und Sommer zeigt das Lehmbruck Museum in Duisburg die umfangreichste Ausstellung mit Werken des Bildhauers Anish Kapoor (*1954 in Mumbai) in Deutschland seit über zehn Jahren.

Kapoor wurde 2025 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg und des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet. Die Preisjury würdigte Kapoor „als einen der bedeutendsten und innovativsten Künstler seiner Generation“. Es sei „die Magie der monochromen, symbolgeladenen Farben, spiegelnden Oberflächen und monumentalen Formen, die das Werk Anish Kapoors einzigartig“ mache.

Duisburg, Lehmbruck Museum, 18. April 2026 bis 30. August 2026

Dada in Solingen

Theo van Doesburg / Kurt Schwitters, Kleine Dada Soirée, 1922. Washington, National Gallery of Art,  Gift of the Collectors Committee. Ausschnitt. Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0
Theo van Doesburg / Kurt Schwitters, Kleine Dada Soirée, 1922. Washington, National Gallery of Art, Gift of the Collectors Committee. Ausschnitt. Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0.

Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen nimmt den 110. Geburts­tag von DADA (*1916 in Zürich) zum Anlass, an die anarchis­tische, künst­lerische Praxis zwischen den bis­herigen Welt­kriegen zu erinnern und auf die Aktualität des politi­schen Engage­ments von DADA hinzu­weisen.

Unter dem Titel „Sperren Sie endlich ihren Kopf auf!“ werden Werke gezeigt u.a. von Hannah Höch, George Grosz, Emmy Hennings, John Heartfield, Sophie Taeuber-Arp und Kurt Schwitters.

Solingen, Zentrum für verfolgte Künste, 7. Mai 2026 bis 13. September 2026

Johan Thorn Prikker in Krefeld

Johan Thorn Prikker, Heuschrecken, 1904. Aquarell und Tusche auf Karton. Kunstmuseen Krefeld, Foto: Dirk Rose
Johan Thorn Prikker, Heuschrecken, 1904. Aquarell und Tusche auf Karton. Kunstmuseen Krefeld, Foto: Dirk Rose .

Die Kunstmuseen Krefeld bestücken aus ihren eigenen – rund 1.000 Arbeiten des Künst­lers umfas­senden – Sammlungs­beständen eine umfang­reiche Präsenta­tion im Kaiser Wilhelm Museum unter dem hüb­schen Titel: „Schöne Anarchie – Johan Thorn Prikker und seine Zeit“.

Thorn Prikker (*1868 in Den Haag) war mit seinen Werken v.a. der Glas­malerei und seinem Wirken als Lehrer an Kunst­gewerbe­schulen und Akademien u.a. in Krefeld, Essen, Düssel­dorf und zuletzt Köln (†1932 in Köln) eine der prägenden Künst­ler der Moderne im Rhein­land der 1910er und 1920er Jahre.

Krefeld, Kaiser Wilhelm Museum, 17. Mai 2026 bis August 2027

Manifesta 16 in Duis­burg, Essen, Gelsen­kirchen und Bochum

Standorte der Manifesta 16 Ruhr: Gelsenkirchen Thomaskirche © Manifesta 16 Ruhr / Duisburg Kulturkirche Liebfrauen © Daniel Sadrowski / Essen Markuskirche © Daniel Sadrowski / St Anna Bochum © Claudia Dreyssee
Standorte der Manifesta 16 Ruhr: Gelsenkirchen Thomaskirche © Manifesta 16 Ruhr / Duisburg Kulturkirche Liebfrauen © Daniel Sadrowski / Essen Markuskirche © Daniel Sadrowski / St Anna Bochum © Claudia Dreyssee.

Im Sommer tobt im Ruhr­gebiet die europä­ische „nomadische“ Biennale. Die 16. Auf­lage der Mani­festa bespielt zwölf aufge­lassene Kirchen der Vor- und Nachkriegs­moderne in Duis­burg, Essen, Gelsen­kirchen und Bochum.

Die 1996 als Bien­nale für zeit­genössische Kunst begründete und seit­dem alle zwei Jahre an einem anderen Ort aus­getragene Mani­festa, versteht sich heute als „inter­­disziplinäre Platt­­form des koopera­tiven schöpferischen Handelns, die künst­­lerische Kreativi­tät und soziales Engage­­ment für den sozialen, urbanen und kultu­rellen Wandel in sich ver­eint“. Zuletzt, 2024, war sie in der Metropol­region Barce­lona zu Gast.

Duis­burg, Essen, Gelsen­kirchen und Bochum, Manifesta 16 Ruhr, 21. Juni 2026 bis 4. Oktober 2026