Kulturraum NRW


Kommende Ausstellungen in NRW

Die Vorschau

Was wird es in den nächsten Monaten in den Museen und Kunsthallen Nordrhein-Westfalens zu sehen geben? Eine Auswahl der vielversprechendsten, kommenden Ausstellungen in NRW.

Drei Lichtdome auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Ausschnitt. Foto: Guido Rading, Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0
Drei Lichtdome auf dem Dach der Bundeskunsthalle in Bonn. Ausschnitt. Foto: Guido Rading, Quelle: Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0.

Eduardo Paolozzi in Wuppertal

In Köln: Eduardo Paolozzis Rheingarten. Foto: jvf
In Köln: Eduardo Paolozzis Rheingarten. Foto: jvf.

Der Skulpturenpark Wald­frieden nimmt den 100. Geburts­tag des schot­tischen Bild­hauers und Grafikers Eduardo Pao­lozzi (1924-2005) zum Anlass für eine Werk­schau, die neben Skulp­turen auch einen Quer­schnitt durch sein grafisches Werk umfasst.

Pao­lozzi gilt als einer der wich­tigsten Ver­treter der bri­tischen Pop-Art und der sozialen Plastik. Er war mehr­fach auf der Biennale Venedig und der Docu­menta vertreten. Plas­tiken im öffent­lichen Raum in NRW gibt es in Köln („Rheingarten“) und im Duisburger Kant-Park („Egypt“).

Wuppertal, Skulpturenpark Waldfrieden, 27. Juli 2024 bis 1. Januar 2025

Alberto Giacometti in Brühl

Alberto Giacometti, Femme couchée qui rêve (Liegende Frau, träumend), 1929, Fondation Giacometti © Succession Alberto Giacometti / VG Bild-Kunst, Bonn 2024
Alberto Giacometti, Femme couchée qui rêve (Liegende Frau, träumend), 1929, Fondation Giacometti © Succession Alberto Giacometti / VG Bild-Kunst, Bonn 2024.

Den Ausstellungs­tätigkeiten zum 100. Jubiläum des Surrealis­tischen Mani­fests schließt sich auch das Max Ernst Museum des LVR in Brühl an. „Alberto Giacometti – Surrealistische Entdeckungen“ konzentriert sich auf ent­sprechende Aspekte im Werk eines der wichtig­sten Bild­hauer des 20. Jahr­hunderts (1901–1966) und nimmt auch die künst­lerische und persön­liche Beziehung Giaco­mettis zu Max Ernst in den Blick.

Die Schau ist in Kooperat­ion mit der Pariser Fondation Giaco­metti ent­standen und zeigt mehr 70 Skulpturen, Gemälde, Zeich­nungen und Druck­grafiken.

Brühl, Max Ernst Museum, 1. September 2024 bis 15. Januar 2025

Gerhard Richter in Düsseldorf

Gerhard Richter, Wolke, 1976, Öl auf Leinwand, 200 x 300 cm, Kunstpalast, Düsseldorf (Leihgabe aus Privatsammlung) (c) Gerhard Richter 2024 (0225)
Gerhard Richter, Wolke, 1976, Öl auf Leinwand, 200 x 300 cm, Kunstpalast, Düsseldorf (Leihgabe aus Privatsammlung) (c) Gerhard Richter 2024 (0225).

Mit rund 130 Werken, darunter mehr als 70 Gemälden, will der Düssel­dorfer Kunst­palast einen umfassenden Über­blick ver­schaffen über das Werk des wohl be­deutend­sten deut­schen Künstlers der Gegen­wart: Gerhard Richter (*1932 in Dresden, lebt in Köln).

Der retro­spektive An­spruch ver­bindet sich mit dem Ver­such, „verborgene Schätze“ zu heben, denn viele der gezeigten Arbeiten kommen aus rheinischen Privat­sammlungen und waren bislang selten öffent­lich zu sehen.

Düsseldorf, Kunstpalast, 5. September 2024 bis 2. Februar 2025

Otto Mueller in Münster

Otto Mueller, Badende (Zwei Akte im Dickicht), 1915. Quelle: Sammlung Online, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
Otto Mueller, Badende (Zwei Akte im Dickicht), 1915. Quelle: Sammlung Online, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster.

Den 150. Geburtstag von Otto Mueller (1874-1930) nimmt das LWL-Museum in Münster zum Anlass, einen neuen Blick auf das Werk des Expressio­nisten zu werfen.

Die Schau will dabei auch unter­suchen, wie mit den Arbeiten des Brücke-Künstlers vor dem Hinter­grund des „Problem­bewusstseins der Gegen­wart“ in Sachen Sexismus, Rassismus und Kolonialis­mus umge­gangen werden kann.

Münster, LWL-Museum für Kunst und Kultur, 20. September 2024 bis 2. Februar 2025

Corvey und das Erbe der Antike in Paderborn

Publius Corne­lius Tacitus Annales, © Florenz, Biblio­teca Medicea Lauren­ziana, Ms. Plut. LXVIII.1, fol. … / Sirenenaquamanile,  © Staat­liche Museen zu Berlin, Kunstgewerbe­museum, Foto: Arne Psille
Publius Corne­lius Tacitus Annales, © Florenz, Biblio­teca Medicea Lauren­ziana, Ms. Plut. LXVIII.1, fol. … / Sirenenaquamanile, © Staat­liche Museen zu Berlin, Kunstgewerbe­museum, Foto: Arne Psille.

Das Diözesan­museum Pader­born zeigt mit seiner Aus­stellung „Corvey und das Erbe der Antike“ wie Wissen und Kultur des Alter­tums im Mittel­alter tradiert wurden und welche Rolle Klöster wie die Reichs­abtei Corvey an der Weser (seit 10 Jahren UNESCO-Weltkultur­erbe) dabei spielten.

Zu den mehr als 120, teils spektaku­lären Leih­gaben aus europä­ischen Museen und Biblio­theken gehören kost­bare Hand­schriften eben­so wie Werke der mittel­alterlichen Goldschmiede- und Elfenbein­kunst.

Paderborn, Diözesanmuseum, 21. September 2024 bis 26. Januar 2025

Yoko Ono in Düsseldorf

Yoko Ono in HALF-A-ROOM, 1967 from HALF-A-WIND SHOW, Lisson Gallery, London, 1967 Photograph: Clay Perry © Yoko Ono
Yoko Ono in HALF-A-ROOM, 1967 from HALF-A-WIND SHOW, Lisson Gallery, London, 1967 Photograph: Clay Perry © Yoko Ono.

Ins K20 am Grabbeplatz übernimmt die Kunstsammlung NRW aus der Londoner Tate Modern eine in Kooperation beider Häuser entstandene, umfassende Einzelausstellung zum Werk von Yoko Ono (*1933, Tokio).

„Yoko Ono – Music of the Mind“ zeigt über 200 Arbeiten der jetzt 91-jährigen Künstlerin, Musikerin, Filme­macherin und Aktivistin, die eine der zentralen Figuren des Fluxus war und deren Werk nunmehr sieben Jahrzehnte umspannt.

Düsseldorf, Kunstsammlung NRW, K20, 28. September 2024 bis 16. März 2025

Ewald Mataré in Kleve

Ewald Mataré, Pfingsttür (1953) / Schöpfungstür (1954) am Südportal des Kölner Doms
Ewald Mataré, Pfingsttür (1953) / Schöpfungstür (1954) am Südportal des Kölner Doms.

Das Museum Kurhaus Kleve bespielt im Herbst und Winter 2024/25 sein gesamtes Haus mit der bis­lang größten Retro­spektive auf das Werk des rhei­nischen Bild­hauers, Grafikers und Malers Ewald Mataré (1887-1965).

Mataré – 1932/33 und 1946 bis 1957 Lehrer an der Düssel­dorfer Kunst­akademie – hat mit seiner Lehr­tätigkeit, seinen Tier­skulpturen und seiner sakralen Kunst die rheinische Bild­hauerei der jungen Bundes­republik wesent­lich geprägt.

Kleve, Museum Kurhaus, 27. Oktober 2024 bis 9. März 2025