Kulturraum NRW


Aktuelle Ausstellungen in NRW

Die Auswahl

Was läuft aktuell in den nordrhein-westfälischen Museen und Kunsthallen? Eine Auswahl der wichtigsten Ausstellungen.

Symbolbild Ausstellungen, Paris, Petit Palais. Foto: jvf
Symbolbild Ausstellungen, Paris, Petit Palais. Foto: jvf.

Christo und Jeanne-Claude in Düsseldorf

Christo und Jeanne-Claude vor dem Wrapped Reichstag, Berlin 1995. Photo: Wolfgang Volz, ©2021 Christo and Jeanne-Claude Foundation
Christo und Jeanne-Claude vor dem Wrapped Reichstag, Berlin 1995. Photo: Wolfgang Volz, ©2021 Christo and Jeanne-Claude Foundation.

Der Kunstpalast in Düsseldorf zeichnet anhand von Objekten, grafischen Arbeiten und Fotografien die künstlerische Entwicklung von Christo (1935-2020) und Jeanne-Claude (1935-2009) seit Mitte der 1950er Jahre nach.

„Christo und Jeanne-Claude – Paris – New York – Grenzenlos“ will dabei auch ihr Umfeld der Pariser Avantgarde Mitte des 20. Jhd. mit Gemälden und Objekten von Arman, Niki de Saint Phalle, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein u.a. umreißen.

Düsseldorf, Kunstpalast, 7. September 2022 bis 22. Januar 2023

Max Ernst in Bonn

Max Ernst, Jardin peuplé de chimères, 1936. Öl auf Leinwand. Privatsammlung. Foto: David Ertl © VG Bild-Kunst Bonn, 2022
Max Ernst, Jardin peuplé de chimères, 1936. Öl auf Leinwand. Privatsammlung. Foto: David Ertl © VG Bild-Kunst Bonn, 2022.

Das Bonner Kunstmuseum will mit seiner Ausstellung „Max Ernst und die Natur als Erfindung“ das Werk von Max Ernst (*1891 in Brühl, †1976 in Paris) untersuchen „als Entwurf einer alternativen Naturgeschichte im Kontext der Kunst seiner Zeit“.

Der Entwurf einer Natur „als das zugleich vertraute und fremde Andere“ wird dabei bis hin zu Gegenwartskünstler:innen wie Rebecca Horn und Tacita Dean verfolgt.

Leider nur in den allerletzten Tagen (ab 15. Januar 2023) lässt sich der Besuch des Bonner Kunstmuseums prima kombinieren mit einem Abstecher nach Brühl, wo das Max Ernst Museum unter dem Titel „Image“ einen fotografischen Blick auf das Leben des Surrealisten wirft.

Bonn, Kunstmuseum, 13. Oktober 2022 bis 22. Januar 2023

Barbarossa in Selm und Münster

Cappenberger Kopf (um 1160). Ausschnitt. Foto: Montecappio, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons
Cappenberger Kopf (um 1160). Ausschnitt. Foto: Montecappio, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons.

Den ungefähr 900. Geburtstag des Kaisers Friedrich I. Barbarossa (um 1122 - 1190) nimmt das LWL-Museum für Kunst und Kultur zum Anlass für eine zweiteilige Ausstellung: Im Schloss Cappenberg bei Selm ab 14. September „Barbarossa – Das Vermächtnis von Cappenberg“ und im Münsteraner Haus am Domplatz ab 28. Oktober „Barbarossa – Die Kunst der Herrschaft“.

Selm und Münster, Schloss Cappenberg / LWL-Museum für Kunst und Kultur, 28. Oktober 2022 bis 5. Februar 2023

Piet Mondrian in Düsseldorf

Piet Mondrian. Evolution | Piet Mondrian, Baum, 1912, Öl auf Leinwand, 74,9 x 111,8 cm, Utica, Munson-Williams-Proctor Arts Institute © bpk / Munson-Williams-Proctor Arts Institute / Art Resource, NY
Piet Mondrian. Evolution | Piet Mondrian, Baum, 1912, Öl auf Leinwand, 74,9 x 111,8 cm, Utica, Munson-Williams-Proctor Arts Institute © bpk / Munson-Williams-Proctor Arts Institute / Art Resource, NY.

Der niederländische Maler Piet Mondrian hätte 2022 seinen 150. Geburtstag feiern können (†1944). Die Kunstsammlung NRW nimmt im K20 das Jubiläum zum Anlass für eine Schau unter dem Titel „Mondrian – Evolution“, die sich auf das Frühwerk und die künstlerische Entwicklung Mondrians bis hin zum Konstruktivismus konzentriert.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel entstanden, wo sie bereits im Sommer 2022 zu sehen ist.

Düsseldorf, Kunstsammlung NRW, K20, 29. Oktober 2022 bis 12. Februar 2023

„Susanna – Bilder einer Frau“ in Köln

Artemisia Gentileschi, Susanna und die Alten, 1610. Ausschnitt. Lizenz: PD-Art, Quelle: Wikimedia Commons
Artemisia Gentileschi, Susanna und die Alten, 1610. Ausschnitt. Lizenz: PD-Art, Quelle: Wikimedia Commons.

Unter dem Titel „Susanna – Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo“ unternimmt es das Kölner Wallraf-Richartz-Museum, die Motivgeschichte der Susanna im Bade zu entfalten.

Gezeigt werden Werke von alten Meister:innen wie Artemisia Gentileschi, Anthonis van Dyck und Eugène Delacroix, Stücke der klassischen Moderne von Édouard Manet und Lovis Corinth u.a., aber auch Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen wie Kathleen Gilje und Zoe Leonard.

Köln, Wallraf-Richartz-Museum, 28. Oktober 2022 bis 26. Februar 2023

Antony Gormley in Duisburg

Antony Gormley, Another Place,  1995. Foto: Chris Howells, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons
Antony Gormley, Another Place, 1995. Foto: Chris Howells, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikimedia Commons.

Das Duisburger Lehmbruck Museum zeigt unter dem Titel „Calling on the Body“ die bislang größte Ausstellung mit Arbeiten von Antony Gormley in Deutschland.

Die Skulpturen des britischen Bildhauers (*1950 in London) sollen dabei in Dialog mit Werken Lehmbrucks gestellt werden – beide begriffen, so das Museum, „den Körper als Ort der Transformation hin zu einem Zustand des reinen Seins und der stillen Kontemplation“.

Gormleys Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Turner Preis (1994) und dem Praemium Imperiale (2013).

Duisburg, Lehmbruck Museum, 23. September 2022 bis 26. Februar 2023

Josef Albers in Bottrop

John T. Hill, ohne Titel (Josef Albers), o.J. © John T. Hill
John T. Hill, ohne Titel (Josef Albers), o.J. © John T. Hill.

Das Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop weiht seinen neuen Er­weiterungs­bau ein mit einer Ausstellung unter dem Titel „Josef Albers – Huldigung an das Quadrat“.

Im Zentrum der Schau steht Albers’ (*1888 in Bottrop, †1976 in New Haven) etwa zweitausend Ölgemälde umfassender Werkzyklus „Homage to the Square“, von denen rund 90 vor Ort sein werden.

Zugleich mit der Sonderausstellung wird auch die neue Dauerausstellung zu Josef Albers’ Leben und Werk im Museum Quadrat eröffnet.

Bottrop, Josef Albers Museum Quadrat, 19. Oktober 2022 bis 26. Februar 2023

Helen Frankenthaler in Essen

Helen Frankenthaler, Grotto Azura, 1963. Öl auf Papier, 58,4 x 73,7 cm. Collection Helen Frankenthaler Foundation, New York. © Helen Frankenthaler Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2021. Foto: Courtesy Helen Frankenthaler Foundation, New York
Helen Frankenthaler, Grotto Azura, 1963. Öl auf Papier, 58,4 x 73,7 cm. Collection Helen Frankenthaler Foundation, New York. © Helen Frankenthaler Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2021. Foto: Courtesy Helen Frankenthaler Foundation, New York.

Das Museum Folkwang in Essen zeigt im Winter „Helen Frankenthaler – Malerische Konstellationen“. Frankenthaler (1928–2011) gehörte zur jüngeren Generation der New York School und steht für den Aufbruch des abstrakten Expressionismus hin zur Farbfeldmalerei. Allerdings wird man sie auf letztere keinesfalls festlegen wollen, sie zählte zu den vielseitigsten Künstlerinnen der Schule.

Die Gemälde und 75 Papierarbeiten umfassende Ausstellung ist in Kooperation mit der Kunsthalle Krems entstanden, wo sie bereits im Sommerhalbjahr 2022 zu sehen ist.

Essen, Museum Folkwang, 2. Dezember 2022 bis 5. März 2023

Kommende Ausstellungen in NRW